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04. März 2013
„Das Hähnchen von morgen“ startet im Geflügelsektor

Auf dem Weg zur nachhaltigeren Erzeugung von Hähnchen haben der niederländische Lebensmitteleinzelhandel und der dortige Geflügelsektor ein wichtiges Etappenziel erreicht: Gemeinsam haben sie die Kriterien festgelegt, die eine nachhaltige Produktion garantieren sollen. So kann an den Theken der Lebensmitteleinzelhändler ab 2020 „Das Hähnchen von morgen“ verkauft werden. Dabei gehen die Standards über die Aspekte Tierwohlsein und Tiergesundheit hinaus.

Im Mittelpunkt der Vereinbarung steht der Einklang zwischen den verschiedenen Nachhaltigkeits-Aspekten Mensch, Tier und Umwelt. So wird die Tierhaltung artgerechter gestaltet, ohne dabei die Umwelt und den Menschen aus den Augen zu verlieren. Die Kriterien sind dabei so gewählt, dass sich Tierwohlsein und Lebensumstände aller Hähnchen, die im niederländischen Handel verkauft werden, verbessern.

Eine wesentliche Änderung ist dabei der Einsatz von neuen, langsamer wachsenden Hähnchenrassen für das Standardgeflügelsortiment. Damit beginnt die Verbesserung des Tierwohlseins direkt an der Basis: beim Geflügel selbst. Diese langsamer wachsende Rasse ist robuster und dadurch weniger anfällig für Krankheiten. Ab 2013 bereitet der Geflügelsektor die Umstellung vor. Da es Zeit kostet, die Lieferketten anzupassen, soll spätestens 2020 das gesamte Geflügelfleisch in niederländischen Supermärkten von dieser langsamer wachsenden Rasse stammen.

Aufgrund der Einführung der langsamer wachsenden Geflügelrasse werden bereits zahlreiche weitere Maßnahmen angegangen. So muss 2015 die Anzahl der Hähnchen im Stall pro Quadratmeter um zehn Prozent verringert werden. Außerdem wird zusätzliche Einstreu (Stroh, Getreide) im Stall eingesetzt. Zudem gelten äußerst strenge Vorschriften für die Verwendung von Antibiotika. Um die Umweltbelastungen so gering wie möglich zu halten, ist geplant, die getroffenen Absprachen noch genauer auszuarbeiten.

Die neuen Bedingungen werden so gestaltet, dass die Produktion im Geflügelsektor rentabel bleibt. Darüber hinaus setzen sich die Supermärkte weiterhin dafür ein, den Marktanteil von Biohähnchen mit der sogenannten „Besser Leben“-Kennzeichnung und von Freilandhähnchen weiter zu erhöhen. Gemeinsam mit der Stiftung Natur & Umwelt arbeiten der Geflügelsektor und die Supermärkte in den kommenden Monaten die festgelegten Maßnahmen weiter aus.

Ben Dellaert, Sekretär der niederländischen Wirtschaftsgruppe für Geflügel und Eier (PPE): „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir mit diesen Kriterien nachhaltiger erzeugte Hähnchen für die niederländischen Supermärkte produzieren können. Dabei steht der Schutz von Mensch, Tier und Umwelt im Mittelpunkt und wir gewährleisten weiterhin maximale Lebensmittelsicherheit für den Konsumenten.“

Marc Jansen, Geschäftsführer vom Branchenverband des Lebensmitteleinzelhandels (Centraal Bureau Levensmiddelenhandel, CBL): „Ich bin stolz, dass wir auf dem Weg, das gängige Sortiment von Geflügelfleisch nachhaltiger zu erzeugen, einen großen Schritt vorangekommen sind. Damit ermöglichen wir dem Hähnchen ein tierfreundlicheres Dasein, ohne die Umwelt und den Menschen zu vernachlässigen.“

 
25. Februar 2013
Gefügelsektor für schärfere Trinkwasseruntersuchungen

Bei den Tagungen der Arbeitsgruppe „Antibiotikagebrauch in der Geflügelhaltung“ der niederländischen Wirtschaftsgruppe für Geflügel und Eier (PPE) stand das Thema Trinkwasseruntersuchungen bereits einige Male auf der Tagesordnung. Die Experten sind der Ansicht, dass die Wasserqualität in den Geflügel haltenden Betrieben weiter verbessert werden kann und schlagen deshalb jetzt vor, neue Vorschriften in das Qualitätssicherungs-System IKB-KIP zu übernehmen. So soll die Probennahme für Trinkwasseruntersuchungen in Zukunft von den betreuenden Tierärzten und nicht mehr von den Landwirten selbst durchgeführt werden. Außerdem plädieren die Experten für entsprechende bakteriologische Analysen je Geflügelstall. Bislang sind Trinkwasseruntersuchungen lediglich für jeden Betrieb vorgeschrieben. Die Proben sollen in Zukunft auch auf Hefe- und Schimmelpilze untersucht werden. Darüber hinaus schlägt die Arbeitsgruppe vor, eine chemische Trinkwasseranalyse für alle Betriebe im Regelwerk zu verankern. Bislang sind nur Betriebe mit eigenem Brunnen hierzu verpflichtet.

 
25. Februar 2013
Geflügelfleischkonsum in Deutschland steigt in Q4 2012

Die deutschen Verbraucher haben im vierten Quartal 2012 reichlich Geflügelfleisch in ihre Einkaufswagen gelegt. Nach Erhebungen des Marktforschungsunternehmens GfK stieg der Absatz gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf knapp 116.000 Tonnen. Auch im Frischgeflügel-Segment zeigt die Absatzkurve nach oben. Im genannten Zeitraum verkaufte der Handel rund 76.000 Tonnen Frischware – im Quartalsvergleich ein Plus von 1,4 Prozent. Frisches Hähnchenfleisch ist bei den deutschen Konsumenten nach wie vor erste Wahl. Sie kauften im letzten Quartal des vergangenen Jahres knapp 39.000 Tonnen Schenkel, Brust und Co. und damit 1,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Insgesamt wurden 2012 372.000 Tonnen Geflügelfleisch abgesetzt, davon allein 259.000 Tonnen Frischware. Die 2012 im Geflügelfleisch-Geschäft getätigten Umsätze stimmen den Lebensmitteleinzelhandel mehr als zufrieden. Laut GfK stiegen die Erlöse um 2,5 Prozent auf mehr als 1,8 Milliarden Euro. Im Frischgeflügel-Segment verzeichnete der Handel ebenfalls ein Plus von 2,5 Prozent auf einen Wert von 1,4 Milliarden Euro. Mit frischem Hähnchenfleisch wurden vergangenes Jahr rund 740 Millionen Euro umgesetzt – ein Zuwachs von 3,4 Prozent. Auch in den Niederlanden zeigt die Umsatzkurve im Geflügelfleisch-Geschäft nach oben. Im vergangenen Jahr gaben die holländischen Verbraucher 225 Millionen Euro für weißes Fleisch aus. Damit wurde ein Rekordwert erreicht.

 
01. Februar 2013
Start des Projekts „Das Hähnchen von morgen“

Der niederländische Lebensmitteleinzelhandel hat sich für die kommenden Jahre viel vorgenommen. Ab dem Jahr 2020, so ein Beschluss des Branchenverbands, soll an den Theken der Einzelhändler nur noch Fleisch aus nachhaltiger Erzeugung erhältlich sein. Der niederländische Geflügelsektor unterstützt dieses Vorhaben und hat hierzu eigens das Projekt „Das Hähnchen von morgen“ aus der Taufe gehoben. In intensiven Gesprächen diskutieren Branchenvertreter derzeit mit den Entscheidungsträgern des Handels, welche Anforderungen nachhaltig erzeugtes Geflügelfleisch in Zukunft konkret erfüllen muss. In einem wichtigen Punkt sind sich alle Beteiligten einig: Die zu setzenden Nachhaltigkeitsstandards müssen weit über die Aspekte Tierwohlsein und Tiergesundheit hinausgehen. Eine besondere Herausforderung ist es in diesem Zusammenhang, die verschiedenen Nachhaltigkeitskriterien miteinander in Einklang zu bringen, um am Ende optimale Standards zu etablieren. Im Februar sollen die Ergebnisse der derzeit laufenden Beratungen veröffentlicht werden.   

 
01. Februar 2013
Niederländische Verbraucher geben mehr Geld für Fleisch aus

Die holländischen Haushalte haben im vergangenen Jahr ungeachtet der wirtschaftlichen Situation einen Rekordbetrag für Fleisch und Fleischprodukte ausgegeben. Nach Erhebungen der niederländischen Wirtschaftsgruppe für Geflügel und Eier (PPE), kauften die Verbraucher 2012 Waren im Wert von mehr als 2,4 Milliarden Euro. Das sind 40 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor. Diese Entwicklung ist nicht nur auf höhere Verkaufspreise zurückzuführen. Vielmehr wurde weniger Fleisch im Rahmen von Sonderangebots-Aktionen verkauft. Außerdem stieg die Nachfrage nach teureren Produkten aus nachhaltiger Erzeugung. Mit 225 Millionen Euro erreichten auch die Haushaltsausgaben für Geflügelfleisch im vergangenen Jahr einen Spitzenwert.

Die Produktionskurve zeigte ebenfalls nach oben. Laut PPE wurden 2012 in den Niederlanden knapp 900.000 Tonnen Geflügelfleisch erzeugt. Im Jahr zuvor waren es 850.000 Tonnen. Die Hähnchenfleischproduktion stieg von 809.000 Tonnen auf 844.000 Tonnen. Im Auslandsgeschäft sind die Niederlande nach wie vor sehr stark aufgestellt. Ein Großteil der im Land erzeugten Ware wird exportiert. Deutschland ist dabei mit Abstand der bedeutendste Abnehmer von holländischem Geflügelfleisch.