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02. September 2013
Geflügelfleischsektor reduziert Antibiotika-Einsatz

Die neuesten Zahlen des Antibiotika-Berichts der Wirtschaftsgruppe Geflügel und Eier (PPE) weisen erneut Erfolge in der Minimierung des Antibiotika-Gebrauchs in der Hähnchenmast auf: So sank die Verwendung solcher Mittel nach vorläufigen Ergebnissen im ersten Halbjahr 2013 gegenüber 2009 um 42 Prozent. Damit kommt der Sektor dem von der niederländischen Regierung gesetzten Ziel, gegen Ende des Jahres 50 Prozent zu erreichen, mit großen Schritten näher.

Um die Entwicklung weiter voranzutreiben, erhalten die Betriebe fachliche Unterstützung bei der Verminderung des Antibiotika-Einsatzes. So bekommen sie Empfehlungen, welche Maßnahmen zu weniger Bedarf führen. Für Mastbetriebe ist jetzt eine Kategorisierung nach Verwendungs-Situation erfolgt. Für jedes Unternehmen, das oberhalb der Zielwerte arbeitet, gilt, innerhalb kurzer Zeit bestimmte Maßnahmen umzusetzen. So müssen Betriebe mit einem zu hohen Verwendungsniveau innerhalb eines Jahres auf ein niedrigeres Niveau kommen.

 

 
02. September 2013
Umweltschutz wirkungsvoll optimiert

Die Wirtschaftsgruppe für Geflügel und Eier stellte jetzt Daten vor, die deutlich machen, wieviel die niederländische Geflügelwirtschaft in den letzten 20 Jahren für die Umwelt geleistet hat. Umwelt- und ressourcenschonende Produktion, aber auch Tierwohlsein, haben in dieser Zeit eine immer größere Bedeutung innerhalb der Wertschöpfungskette erlangt.

So ist beispielsweise der Einsatz fossiler Energie im Sektor seit den 90er Jahren bis 2010 um 60 Prozent zurückgegangen. Der Stickstoff- und Phosphatausstoß haben seitdem um 38 und 42 Prozent  abgenommen. Die Flächennutzung ist um zehn Prozent rückläufig. Die Zahlen belegen auch, dass die Umweltrelevanz des Geflügelfleischsektors in den Niederlanden im Vergleich deutlich niedriger als in Deutschland und Frankreich ist. Dies sind Ergebnisse einer Studie, die der Sektor in Auftrag gegeben hat und die neben der Bestandsaufnahme auch zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten und Optimierungspotentiale in diesem Bereich aufzeigen soll. Die Untersuchung betrifft alle Stufen von der Tierhaltung bis zum Endprodukt, nicht jedoch den Futtermittelbereich.

 

 
04. März 2013
„Das Hähnchen von morgen“ startet im Geflügelsektor

Auf dem Weg zur nachhaltigeren Erzeugung von Hähnchen haben der niederländische Lebensmitteleinzelhandel und der dortige Geflügelsektor ein wichtiges Etappenziel erreicht: Gemeinsam haben sie die Kriterien festgelegt, die eine nachhaltige Produktion garantieren sollen. So kann an den Theken der Lebensmitteleinzelhändler ab 2020 „Das Hähnchen von morgen“ verkauft werden. Dabei gehen die Standards über die Aspekte Tierwohlsein und Tiergesundheit hinaus.

Im Mittelpunkt der Vereinbarung steht der Einklang zwischen den verschiedenen Nachhaltigkeits-Aspekten Mensch, Tier und Umwelt. So wird die Tierhaltung artgerechter gestaltet, ohne dabei die Umwelt und den Menschen aus den Augen zu verlieren. Die Kriterien sind dabei so gewählt, dass sich Tierwohlsein und Lebensumstände aller Hähnchen, die im niederländischen Handel verkauft werden, verbessern.

Eine wesentliche Änderung ist dabei der Einsatz von neuen, langsamer wachsenden Hähnchenrassen für das Standardgeflügelsortiment. Damit beginnt die Verbesserung des Tierwohlseins direkt an der Basis: beim Geflügel selbst. Diese langsamer wachsende Rasse ist robuster und dadurch weniger anfällig für Krankheiten. Ab 2013 bereitet der Geflügelsektor die Umstellung vor. Da es Zeit kostet, die Lieferketten anzupassen, soll spätestens 2020 das gesamte Geflügelfleisch in niederländischen Supermärkten von dieser langsamer wachsenden Rasse stammen.

Aufgrund der Einführung der langsamer wachsenden Geflügelrasse werden bereits zahlreiche weitere Maßnahmen angegangen. So muss 2015 die Anzahl der Hähnchen im Stall pro Quadratmeter um zehn Prozent verringert werden. Außerdem wird zusätzliche Einstreu (Stroh, Getreide) im Stall eingesetzt. Zudem gelten äußerst strenge Vorschriften für die Verwendung von Antibiotika. Um die Umweltbelastungen so gering wie möglich zu halten, ist geplant, die getroffenen Absprachen noch genauer auszuarbeiten.

Die neuen Bedingungen werden so gestaltet, dass die Produktion im Geflügelsektor rentabel bleibt. Darüber hinaus setzen sich die Supermärkte weiterhin dafür ein, den Marktanteil von Biohähnchen mit der sogenannten „Besser Leben“-Kennzeichnung und von Freilandhähnchen weiter zu erhöhen. Gemeinsam mit der Stiftung Natur & Umwelt arbeiten der Geflügelsektor und die Supermärkte in den kommenden Monaten die festgelegten Maßnahmen weiter aus.

Ben Dellaert, Sekretär der niederländischen Wirtschaftsgruppe für Geflügel und Eier (PPE): „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir mit diesen Kriterien nachhaltiger erzeugte Hähnchen für die niederländischen Supermärkte produzieren können. Dabei steht der Schutz von Mensch, Tier und Umwelt im Mittelpunkt und wir gewährleisten weiterhin maximale Lebensmittelsicherheit für den Konsumenten.“

Marc Jansen, Geschäftsführer vom Branchenverband des Lebensmitteleinzelhandels (Centraal Bureau Levensmiddelenhandel, CBL): „Ich bin stolz, dass wir auf dem Weg, das gängige Sortiment von Geflügelfleisch nachhaltiger zu erzeugen, einen großen Schritt vorangekommen sind. Damit ermöglichen wir dem Hähnchen ein tierfreundlicheres Dasein, ohne die Umwelt und den Menschen zu vernachlässigen.“

 
25. Februar 2013
Gefügelsektor für schärfere Trinkwasseruntersuchungen

Bei den Tagungen der Arbeitsgruppe „Antibiotikagebrauch in der Geflügelhaltung“ der niederländischen Wirtschaftsgruppe für Geflügel und Eier (PPE) stand das Thema Trinkwasseruntersuchungen bereits einige Male auf der Tagesordnung. Die Experten sind der Ansicht, dass die Wasserqualität in den Geflügel haltenden Betrieben weiter verbessert werden kann und schlagen deshalb jetzt vor, neue Vorschriften in das Qualitätssicherungs-System IKB-KIP zu übernehmen. So soll die Probennahme für Trinkwasseruntersuchungen in Zukunft von den betreuenden Tierärzten und nicht mehr von den Landwirten selbst durchgeführt werden. Außerdem plädieren die Experten für entsprechende bakteriologische Analysen je Geflügelstall. Bislang sind Trinkwasseruntersuchungen lediglich für jeden Betrieb vorgeschrieben. Die Proben sollen in Zukunft auch auf Hefe- und Schimmelpilze untersucht werden. Darüber hinaus schlägt die Arbeitsgruppe vor, eine chemische Trinkwasseranalyse für alle Betriebe im Regelwerk zu verankern. Bislang sind nur Betriebe mit eigenem Brunnen hierzu verpflichtet.

 
25. Februar 2013
Geflügelfleischkonsum in Deutschland steigt in Q4 2012

Die deutschen Verbraucher haben im vierten Quartal 2012 reichlich Geflügelfleisch in ihre Einkaufswagen gelegt. Nach Erhebungen des Marktforschungsunternehmens GfK stieg der Absatz gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf knapp 116.000 Tonnen. Auch im Frischgeflügel-Segment zeigt die Absatzkurve nach oben. Im genannten Zeitraum verkaufte der Handel rund 76.000 Tonnen Frischware – im Quartalsvergleich ein Plus von 1,4 Prozent. Frisches Hähnchenfleisch ist bei den deutschen Konsumenten nach wie vor erste Wahl. Sie kauften im letzten Quartal des vergangenen Jahres knapp 39.000 Tonnen Schenkel, Brust und Co. und damit 1,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Insgesamt wurden 2012 372.000 Tonnen Geflügelfleisch abgesetzt, davon allein 259.000 Tonnen Frischware. Die 2012 im Geflügelfleisch-Geschäft getätigten Umsätze stimmen den Lebensmitteleinzelhandel mehr als zufrieden. Laut GfK stiegen die Erlöse um 2,5 Prozent auf mehr als 1,8 Milliarden Euro. Im Frischgeflügel-Segment verzeichnete der Handel ebenfalls ein Plus von 2,5 Prozent auf einen Wert von 1,4 Milliarden Euro. Mit frischem Hähnchenfleisch wurden vergangenes Jahr rund 740 Millionen Euro umgesetzt – ein Zuwachs von 3,4 Prozent. Auch in den Niederlanden zeigt die Umsatzkurve im Geflügelfleisch-Geschäft nach oben. Im vergangenen Jahr gaben die holländischen Verbraucher 225 Millionen Euro für weißes Fleisch aus. Damit wurde ein Rekordwert erreicht.