Die Geflügelfleischerzeugung ist ein mehrstufiger Prozess.

Die Zuchtbetriebe

Was macht ein Zuchtbetrieb? Ganz einfach gesagt: Er hat Großvater- und Großmuttertiere, die aus den Zuchtküken erwachsen. Diese Großelterntiere werden ausschließlich dazu verwendet, um Elterntiere oder Vermehrungsküken zu produzieren. Obwohl jeder Züchter individuelle Schwerpunkte setzt, lassen sich zwei grundsätzliche Merkmale herausfiltern, die Ziel jedes Zuchtbetriebs sind: Die Tiere sollen sich erstens durch hohe Vitalität auszeichnen und zweitens eine schnelle und gesunde Gewichtsentwicklung zeigen.

Die Vermehrungsbetriebe

In die Vermehrungsbetriebe gelangen die in den Zuchtbetrieben produzierten Elterntiere oder besser gesagt die Vermehrungsküken. Diese Tiere dienen ausschließlich der Erzeugung von Mastküken. Ein wesentlicher Unterschied zu den Zuchtbetrieben ist, dass dort alle Kükenarten gezüchtet werden, während sich die Vermehrungsbetriebe auf die Erzeugung von Bruteiern spezialisiert haben.

Alle Betriebe, die nach den Auflagen des niederländischen Qualitätssicherungs-Systems Integrierte Kettenüberwachung (IKB) wirtschaften, dürfen nur Futter von Futtermittelwerken einsetzen, die nach der Good Manufacturing Practice (GMP) arbeiten. Außerdem werden sie ausschließlich von Tierärzten betreut, die die Vorschriften der Geborgde Pluimveedierenarts (niederländisches Qualitätssystem für Tierärzte, http://www.geborgdedierenarts.nlhttp://www.geborgdedierenarts.nlwww.geborgdedierenarts.nl) erfüllen. Auch die sogenannten Geflügel-Service-Betriebe, PSB, sind in das IKB-System integriert: Sie übernehmen im Auftrag von Geflügel haltenden Betrieben eine Reihe von Dienstleistungen. Hierzu zählen im Einzelnen das Impfen und Schnabelstutzen der Tiere, die Reinigung und Desinfektion der Stallanlagen, die Ungezieferbekämpfung in den Ställen sowie das Verladen der Tiere für den Transport zum Schlachthof.

Eine regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Ställe ist selbstverständlich: Nach jedem Durchgang wird die Einstreu komplett ausgetauscht.