Sicherheit ist während der 40 Tage dauernden Hähnchenmast oberstes Gebot

Bereits kurz nach dem Schlupf verlassen die Mastküken die Brütereien und werden in Mastbetrieben eingestallt. In den Niederlanden sind dies meist mittelgroße landwirtschaftliche Betriebe mit einer Stallkapazität für 25.000 bis 75.000 Tiere. Mastküken werden ausschließlich in Bodenhaltung gemästet. Dabei handelt es sich in der Regel um klimatisierte und mit Spänen eingestreute Ställe. In der Mast ist eine computergestützte Steuerung aller wichtiger Funktionen - unter anderem Klimaführung und Fütterung - längst Standard. Meistens Futter und Wasser wird den Tieren computergesteuert zur freien Aufnahme vorgelegt. Automatisierte Klimaführung sorgt stets für ausreichend Frischluft und ein artgerechtes Raumklima.

Alle Betriebe, die nach den Auflagen des niederländischen Qualitätssicherungs-Systems Integrierte Kettenüberwachung (IKB) wirtschaften, dürfen in der Mast nur Futter von Futtermittelwerken einsetzen, die nach der Good Manufacturing Practice (GMP) arbeiten. Außerdem werden die Mäster ausschließlich von Tierärzten betreut, die die Vorschriften der Geborgde Pluimveedierenarts (niederländisches Qualitätssystem für Tierärzte, www.geborgdedierenarts.nl) erfüllen. Auch die sogenannten Geflügel-Service-Betriebe, PSB, sind in das IKB-System integriert: Sie übernehmen im Auftrag von Geflügel haltenden Betrieben eine Reihe von Dienstleistungen. Hierzu zählen im Einzelnen das Impfen, die Reinigung und Desinfektion der Stallanlagen, die Ungezieferbekämpfung in den Ställen sowie das Verladen der Tiere für den Transport zum Schlachthof.

Eine regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Ställe ist selbstverständlich: Nach jedem Durchgang wird die Einstreu komplett ausgetauscht. Ein Mastdurchgang dauert etwa 40 Tage. Dabei erreichen die Masthähnchen ein Gewicht von durchschnittlich zwei Kilogramm.