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27. März 2012

Die niederländische Geflügelwirtschaft arbeitet mit Hochdruck an der weiteren Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Masthähnchenhaltung. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht die sogenannte Lenkungsgruppe Geflügelsektor und Volksgesundheit. Vertreter des Niederländischen Ministeriums für Wirtschaft, Landwirtschaft und Innovation, des Gesundheitsministeriums und des Geflügelsektors sowie Wissenschaftler haben einen dreistufigen Plan erarbeitet, mit dem die gesteckten Ziele erreicht werden sollen. Bereits im kommenden Jahr will die Branche den Gebrauch solcher Mittel im Vergleich zu 2009 um 50 Prozent verringert haben.

Um dies zu erreichen, hat der Geflügelsektor eine Reihe von weitreichenden Maßnahmen ergriffen. So registrieren Geflügelhalter und ihre Veterinäre, deren Zusammenarbeit entsprechend langfristig angelegt ist, den Einsatz von Antibiotika. Die Daten werden an eine zentrale Datenbank übermittelt. Mittlerweile liegen diese Informationen von fast allen niederländischen Masthähnchenbeständen vor. Außerdem haben Experten ein Benchmarking entwickelt, mit dem sich Unterschiede bei der Verwendung dieser Mittel beispielsweise zwischen Betrieben oder Regionen ermitteln lassen. Später sollen dann in der zweiten Stufe des Aktionsplans bestimmte Antibiotika für die Behandlung von Masthähnchenbeständen ausgeschlossen, in einem weiteren Schritt die antibiotikafreie Produktion umgesetzt werden.

Im letzten Schritt schließlich will sich der Sektor eingehend mit dem Thema ESBL beschäftigen. ESBL steht für Extended-spectrum Beta-Lactamase und bezeichnet Enzyme, die bestimmte Antibiotika verändern und damit unwirksam machen. Die Lenkungsgruppe hat hierfür einen speziellen Arbeitskreis gegründet, der im Januar erstmals tagte.        

 
27. März 2012

Die deutschen Verbraucher haben im letzten Quartal 2011 deutlich mehr Geflügelfleisch konsumiert als in den drei Monaten zuvor. Nach Erhebungen der GfK betrug das Absatzplus auf ein Volumen von 112.600 Tonnen mehr als 30 Prozent. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr knapp 380.000 Tonnen Geflügelfleisch abgesetzt. Gefragt war im vierten Quartal 2011 vor allem Frischware. Für dieses Segment ermittelten die Nürnberger Marktforscher im genannten Zeitraum eine Mengensteigerung von 61.500 auf 75.200 Tonnen. Frisches Hähnchenfleisch steht bei den Verbrauchern nach wie vor ganz oben auf der Einkaufsliste. Laut GfK wurden allein in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres rund 38.000 Tonnen des weißen Fleisches verkauft. Der mengenmäßige Marktanteil von frischem Hähnchenfleisch stieg damit gegenüber dem vierten Quartal 2010 um 0,8 Prozentpunkte auf einen Wert von 33,7 Prozent. Nach oben zeigt im Geflügelfleischgeschäft auch die Umsatzkurve. Nach Angaben der Marktforscher betrug der Erlös des Lebensmitteleinzelhandels 2011 mit weißem Fleisch mehr als 1,8 Milliarden Euro– gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 2,4 Prozent.