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23. November 2011

Den Erfordernissen des Marktes Rechnung tragend, arbeitet die niederländische Geflügelwirtschaft kontinuierlich an der Weiterentwicklung des nationalen Qualitätssicherungs-Systems IKB-KIP. So hat die zuständige Wirtschaftsgruppe für Geflügel und Eier (PPE) kürzlich einen sogenannten Koppel-Passport, auf deutsch "Herden-Pass" in das System integriert. Dieser wird ab dem 1. Januar 2012 für IKB-KIP-zertifizierte Betriebe verpflichtend. Als Schnittstelle zwischen Brütereien und Mastbetrieben sorgt der Koppel-Passport in den beiden Stufen für ein Höchstmaß an Transparenz. Das Dokument enthält eine Reihe von Informationen über die Qualität der Eintagsküken, die auch zur Optimierung des Managements in der Hähnchenmast beitragen. Darüber hinaus können die betreuenden Veterinäre bei ihrer Arbeit auf die Daten zurückgreifen. Dank des optimierten Informationsflusses zur Eintagsküken-Qualität hilft das Dokument auch, den Antibiotikaeinsatz in der Mast weiter zu senken. Die niederländische Veredlungswirtschaft hat sich zum Ziel gesetzt, den Antibiotikagebrauch bis Ende 2011 um 20 Prozent im Vergleich zu 2009 zu reduzieren. Mithilfe weitreichender Maßnahmen hatte der holländische Masthähnchensektor diesen Wert bereits vergangenes Jahr annähernd erreicht. Der Sektor hat mit dem Koppel-Passport zudem ein weiteres wichtiges Instrument geschaffen, welches dazu beiträgt, dass das Qualitätssicherungs-Systems IKB-KIP länderübergreifend eine hohe Anerkennung genießt.

 
23. November 2011

Die Umsatzkurve im Geschäft mit Geflügelfleisch zeigt seit geraumer Zeit nach oben. Nach Erhebungen der GfK erlöste der deutsche Lebensmitteleinzelhandel mit weißem Fleisch in den ersten neun Monaten dieses Jahres insgesamt 1,2 Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung von drei Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Von dieser erfreulichen Entwicklung profitieren auch die niederländischen Geflügelfleischvermarkter. Vor allem die Lieferanten von frischem Hähnchenfleisch können sich über einen überdurchschnittlichen Umsatzzuwachs freuen. Die Nürnberger Marktforscher konstatieren hier für die ersten drei Quartale im Handel ein wertmäßiges Plus von sechs Prozent auf knapp 546 Millionen Euro. Für das gesamte Hähnchenfleisch-Segment steht ein Umsatz von 767 Millionen Euro zu Buche. Das entspricht einer Erlössteigerung von ebenfalls sechs Prozent. Auf Absatzseite verzeichnet der Lebensmitteleinzelhandel in den ersten neun Monat im Vergleich zur Vergleichsperiode ein leichtes Minus von 0,8 Prozent auf rund 84.200 Tonnen. Dieser Rückgang ist auch auf die nicht befriedigende Grillsaison 2011 zurückzuführen. Nach wie vor auf der Erfolgsspur ist hingegen frisches Hähnchenfleisch. Der mengenmäßige Marktanteil stieg im Laufe des Jahres kontinuierlich an und betrug im dritten Quartal 47,6 Prozent.