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13. September 2011

Das Geschäft mit frischem Geflügelfleisch macht der niederländischen Geflügelwirtschaft und dem deutschen Handel sowie den Vermarktern derzeit viel Freude. Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurde insgesamt Ware im Wert von knapp 643 Millionen Euro in Deutschland verkauft. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von zwei Prozent. Deutlich nach oben zeigt die Umsatzkurve bei frischem Hähnchenfleisch. In diesem Segment konnte eine Erlössteigerung von vier Prozent auf rund 362 Millionen Euro erzielt werden. Insgesamt wurde in den ersten sechs Monaten Hähnchenfleisch im Wert von 512 Millionen Euro an die Verbraucher gebracht. Das ist eine Umsatzsteigerung von drei Prozent. Im genannten Zeitraum haben die Konsumenten knapp 130.000 Tonnen frisches Geflügelfleisch in ihre Einkaufswagen gelegt. Besonders gefragt ist nach wie vor Hähnchenfleisch, das im Frischesegment einen Marktanteil von knapp 63 Prozent erreicht. Auch in den Niederlanden stiegen die Erlöse für Hähnchenfleisch kräftig an. Im zweiten Quartal dieses Jahres wurden knapp zwei Prozent mehr ausgegeben als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Durchschnittspreise legten im Quartalsvergleich sogar um sieben Prozent auf 5,86 Euro je Kilogramm Hähnchenfleisch zu. 

 
13. September 2011

Die weitreichenden Aktivitäten der niederländischen Geflügelwirtschaft zur weiteren Reduzierung des Antibiotika-Einsatzes tragen Früchte. 2010 war der Gebrauch solcher Mittel im Masthähnchensektor gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufig. Für dieses Jahr haben die Verantwortlichen der Niederländischen Wirtschaftsgruppe für Geflügel und Eier (PPE) eine Verringerung von 20 Prozent anvisiert. Bis 2013 soll der Antibiotika-Einsatz um 50 Prozent reduziert werden. Damit dieses Ziel erreicht wird, gilt es auch die Arbeit der Tierärzte zu optimieren. So ist das Veterinärwesen seit diesem Jahr in das nationale Qualitätssicherungs-System IKB-KIP integriert. Alle Veterinäre, die IKB-Betriebe betreuen, müssen sich entsprechend zertifizieren lassen. Im Zuge dessen verpflichten sie sich, den Einsatz von Antibiotika umfassend zu dokumentieren und die Daten an eine zentrale IKB-Datenbank zu übermitteln. Mittlerweile sind 94 Tierärzte IKB-Kip-zertifiziert und von fast allen Masthähnchenbeständen des Landes liegen entsprechende Informationen über den Antibiotika-Einsatz in der zentralen Datenbank vor. Im nächsten Schritt wird das mit der Überwachung beauftragte Zertifizierungsunternehmen ISACert die Masthähnchenhalter unter die Lupe nehmen. Der korrekte Einsatz von Antibiotika wird dann unter anderem durch entsprechende Probennahmen vor Ort kontrolliert.