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27. April 2011

Die niederländische Geflügelwirtschaft entwickelt entsprechende Handlungsvorgaben bezüglich der EU-Regelung für Salmonellenfreiheit auf Geflügelfleisch für die Typen Salmonella typhimurium und eteritidis. Diese für die menschliche Gesundheit kritischen Erreger sind allerdings für den niederländischen Sektor längst kein Thema mehr. Bei den letzten Salmonellenmonitorings wurden sie kaum mehr nachgewiesen. Mit Werten von 0,2 bzw. 0,1 Prozent auf holländischen Endprodukten war die Branche bereits 2009 Vorreiter auf diesem Gebiet; Ende 2010 waren sogar nur noch 4 Prozent dieser Produkte positiv.

Die Verantwortlichen der niederländischen Wirtschaftsgruppe für Geflügel und Eier (PPE) erarbeiten nun gemeinsam mit den Experten der Geflügelwirtschaft einen Plan, wie die geforderte Salmonellenfreiheit zu gewährleisten ist. So darf Geflügelfleisch, das nicht absolut salmonellenfrei ist, nur als gekochtes Produkt auf den Markt gebracht werden. Es ist ein Fonds im Gespräch, der bei Bedarf Betriebe bei der Adaption der EU-Regelungen unterstützen wird.

 
27. April 2011

Nicht nur bei der Bekämpfung der für den Menschen als gefährlich eingestuften Salmonelltentypen ist der Sektor erfolgreich. Auch bei den als ungefährlich eingestuften, sehr schwer anzugehenden Erregern Salmonella Java gibt es Fortschritte: Diese kamen bei etwa ein Drittel der früher positiven Betriebe nicht mehr vor.

Die guten Ergebnisse sind auch auf den Einsatz eines im letzten Jahr bei der PPE eingestellten Zoonosen-Fachmanns zurückzuführen: Dieser hatte sich vor allem im zweiten Halbjahr 2010 mit professioneller Beratung auf die Reduzierung der Java-Typen im Sektor konzentriert. Im ersten Halbjahr hatte der Salmonellen-Experte bereits rund 40 Mastbetriebe bei Eindämmung der gesundheitlich relevanten Erreger unterstützt. Die großen Erfolge bei der Bekämpfung der Zoonosen sind auf den "Aktionsplan Salmonellen und Campylobacter" zurückzuführen, den die Wirtschaftsgruppe etabliert hat und kontinuierlich fortentwickelt.

 
06. April 2011

Die Verantwortlichen der niederländischen Wirtschaftsgruppe für Geflügel und Eier (PPE) möchten in einer präventiven Maßnahme strengere Vorschriften für Futtermittel in das nationale Qualitätssicherungs-System Integrierte Kettenüberwachung (IKB) für Geflügel und Eier einführen. So verpflichten sie die Futtermittelproduzenten dazu, mit jeder Futterlieferung eine zusätzliche Futterprobe zur Verfügung zu stellen. Außerdem müssen die Hersteller ihre Endprodukte nun wöchentlich auf Dioxine und Salmonellen untersuchen lassen. Die Ergebnisse der Salmonellenuntersuchungen sind vierteljährlich an die Erzeuger zu übermitteln. Mit der Durchführung der Untersuchungen werden ausschließlich anerkannte Labore betraut. Alle Futtermittellieferanten werden diesbezüglich von der Wirtschaftsgruppe angeschrieben. Am Ende des Jahres nimmt der Sektor eine Bewertung der neuen Maßnahmen vor.

 
06. April 2011

Geflügelfleisch ist im deutschen Lebensmitteleinzelhandel nach wie vor ein Verkaufsschlager. Nach Informationen der GfK wurden 2010 rund 403.000 Tonnen Geflügelfleisch abgesetzt – zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Wachstumstreiber war einmal mehr das Frischesegment. So stieg die Haushaltsnachfrage bei Frischgeflügel um 5,3 Prozent auf 281.000 Tonnen. In diesem Teilmarkt hat Hähnchenfleisch deutlich die Nase vorn. Knapp 165.000 Tonnen Ware wechselten letztes Jahr den Besitzer – gegenüber 2009 eine Steigerung von sechs Prozent. Tiefkühlprodukte mit eingerechnet verkaufte der Handel 2010 rund 252.000 Tonnen Hähnchenfleisch. Von dieser ausgesprochen positiven Entwicklung profitierten auch die niederländischen Geflügelfleischvermarkter. Nach vorläufigen Berechnungen exportierte die Branche 2010 rund 806.000 Tonnen Geflügelfleisch und damit 15.000 Tonnen mehr als ein Jahr zuvor. Die Ausfuhren nach Deutschland stiegen von 185.000 Tonnen auf 191.000 Tonnen, die Exporte nach Frankreich legten um knapp zehn Prozent auf 77.000 Tonnen zu. Auch in den Niederlanden ist die Nachfrage nach weißem Fleisch ungebrochen. Zwar wurden 2010 die Werte des Rekordjahres 2009 nicht ganz erreicht. Doch mit 103.000 Tonnen Geflügelfleisch war der Absatz im Vergleich zu 2008 und den Jahren zuvor weiter deutlich gestiegen