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27. August 2009

Die Auflagen des niederländischen Qualitätssicherungs-Systems IKB-KIP werden weiter verschärft. Der IKB-Expertenrat hat kürzlich beschlossen, eine Meldepflicht für alle Salmonellen-Serotypen, die nicht kritisch für den Menschen sind, in das Regelwerk zu integrieren. Damit reagiert die niederländische Geflügelwirtschaft auf die EU-Gesetzgebung über eine Nulltoleranz ab Ende 2010. Die Betriebe der Erzeugungs- und Verarbeitungskette müssen ab 1. Oktober diesen Jahres positive Ergebnisse aus dem Salmonellen-Monitoring unverzüglich der zuständigen Wirtschaftgruppe für Geflügel und Eier (PPE) melden. Der niederländische Sektor geht damit weiter als die EU-Gesetzgebung, die sich nur auf die fünf für den Menschen kritischen Erreger Salmonella enteritidis, typhimurium, hadar, infantis und virchow bezieht.


Eine entscheidende Optimierung des kontrollierten Einsatzes von Antibiotika hat die Geflügelwirtschaft ebenfalls für Herbst erreicht. Als Ergebnis eines im Dezember 2008 vereinbarten sogenannten „Convenants“, einer Projektvereinbarung mit dem Landwirtschaftsministerium, hat man eine echte Verschärfung durchgesetzt, die auf drei Komponenten beruht: Der Einsatz von Antibiotika erfolgt innerhalb einer festen Beziehung zwischen Tierarzt und Betrieb, die auch schriftlich fixiert ist. Weiter muss ein Betriebsbehandlungsplan befolgt werden, der Aufschluss darüber gibt, ob überhaupt behandelt werden soll, und drittens müssen die Vorgaben des Betriebsgesundheitsplanes erfüllt sein. Die betreuenden Tierärzte müssen gemeinsam mit den Betrieben den korrekten, selektiven Einsatz von Antibiotika umfassend dokumentieren und einen entsprechenden Bericht anfertigen.

 
27. August 2009

Die Hausse im Geflügelfleischmarkt hält auch im zweiten Quartal dieses Jahres an. Nach Erhebungen der GfK wurden hierzulande insgesamt knapp 92.000 Tonnen weißes Fleisch abgesetzt – ein Zuwachs von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnen die Marktforscher im Frischesegment. Der Absatz stieg hier um fünf Prozent auf rund 65.000 Tonnen. Im Quartalsvergleich ist der Marktanteil von frischem Hähnchenfleisch einmal mehr gestiegen und beträgt jetzt 44,7 Prozent. Um auch der steigenden Nachfrage aus West-Europa gerecht zu werden, haben die niederländischen Vermarkter ihre Produktionskapazitäten in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Von 2005 bis 2008 erhöhte sich das Produktionsvolumen um 15 Prozent. In diesem Zeitraum stieg sowohl die Menge der geschlachteten Tiere als auch das Gewicht der gemästeten Hähnchen. Im Jahr 2005 betrug das durchschnittliche Lebendgewicht bei der Schlachtung 2.080 Gramm, im Jahr 2008 waren es 2.188 Gramm.

 
26. August 2009

Tiergesundheit und Hygiene

Das Tierwohlsein hat in der niederländischen Geflügelwirtschaft einen hohen Stellenwert: Auch in der Mastelterntierstufe gelten seit Ende des vergangenen Jahres neue Vorschriften. Diese Ausgabe beschäftigt sich daher auch mit dem Masthänchen-Elterntierbetrieb von Marianne und Henny Koebrugge.

Darüber hinaus wird der "Aktionsplan Salmonellen" näher beleuchtet, mit dem die niederländische Geflügelwirtschaft sogar die Vorgaben der Europäischen Union toppt.