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01. November 2008

In der niederländischen Geflügelwirtschaft treten demnächst strengere Auflagen für die Haltung von Masthähnchen-Elterntiere in Kraft. Ab November dieses Jahres muss jedem Tier, das nach dem ersten Juni 2008 geboren wurde und damit ein Alter von 22 Wochen erreicht hat, eine Stallfläche von mindestens 1.300 cm2 zur Verfügung gestellt werden. Für Betriebe, die Elterntiere in Käfigen halten, gelten nach einer Übergangsfrist zusätzliche Vorschriften. So hat die Höhe der Käfige mindestens 70 cm zu betragen. Die Bodenfläche je Tier ist bei diesem Haltungssystem ebenfalls auf 1.300 cm2 festgelegt, wovon 300 cm2 mit Einstreu zu versehen sind. Mit diesen neuen Regelungen stellen die Niederlande einmal mehr ihre Vorreiterrolle in Sachen Tierwohlsein unter Beweis, denn kein anderes europäisches Land hat Haltungsvorschriften für Masthähnchen-Elterntiere.

 
01. November 2008

Tierwohlsein wird in der niederländischen Geflügelwirtschaft groß geschrieben. So hat die Branche im vergangenen Jahr das sogenannte „Volwaard-Hähnchen“ in die Kühltruhen des Handels gebracht. Die Produkte stammen aus einer schonenden Produktion, in der die Tiere bei einer geringeren Besatzdichte langsamer wachsen und zudem überdachte Freilaufmöglichkeiten haben. Das Konzept wurde von der renommierten niederländischen Tierschutzorganisation „Dierenbescherming" im Rahmen ihres „Besser Leben-Gütesiegels“ mit einem Stern ausgezeichnet. Das Siegel wird ausschließlich für Erzeugnisse vergeben, bei deren Produktion das Tierwohlsein im Mittelpunkt steht. Am 5. November erhielt Herman Kemper für seine besonders schonende Masthähnchen-Produktion als erster gleich zwei Auszeichnungen. Für die „Maisscharrel-Hähnchen“ erhielt er das Gütesiegel mit zwei Sternen, für die „Landhoen-Hähnchen“ wurden drei Sterne vergeben. Im niederländischen Lebensmitteleinzelhandel tragen bereits verschiedene Produkte das Siegel. Und die Verbraucher nehmen diese Einkaufshilfe auch an, wie eine Umfrage (Blauw Research) zeigt. Rund die Hälfte der befragten Konsumenten äußert sich danach positiv über diese Auslobung. Bei Verbrauchern, die beim Einkauf auf Informationen in Sachen Tierwohlsein achten, sind es sogar mehr als 70 Prozent.